Das Marschland in der Charente Maritime

Die Marsch von Genouillé


Als besonderes Schutzgebiet eingestuft (Rastplätze für Vogelwanderungen und Nistplatz für zahlreiche Vogelarten) ist die Marsch von Genouillé Teil eines 16000 ha großen Gebietes ab dem Fier von Ars en Ré.

Dieses sehr sensible Ökosystem mit einem Kanal- und Grabensystem beherbergt Amphibien, Fische, Säugetiere (Bisamratte, Fischotter,…), Käfer, Schmetterlinge und besonders den Großen Feuerfalter.

Dieses Biotop ist Lebensraum vieler Tierarten, wie Weißstörche, Graureiher, Seidenreiher, Trauerseeschwalben… , wie auch vieler Pflanzenarten, wie Sumpf-Schwertlilie, Sibirische Schwertlilie, Orchideen, wilde  Sauerampfer, Wasserlinsen, Wilde Möhre…. (CMT). 

 

Das Marschland der Seudre

Die Seudre-Marsch bildet eine geographische und kulturelle Einheit innerhalb von 20 km auf beiden Seiten der Seudre. Sie ist mehr Meeresarm als Mündung. Denn sie besteht bis zum kleinen Flusshafen Ribérou (Saujon) aus Süßwasser, flussabwärts überwiegt unter dem Einfluss des Ozeans aber das Brackwasser.

Die Flut tränkt die vielen Kanäle des Marschlandes, die ungefähr seit dem Neolithikum menschliche Kultur ermöglichten. Menschliche Siedlungen und Salzabbaustätten sind in keltischer Zeit bezeugt ; gallo-römische Villen weichen schließlich seit dem Frühmittelalter technisierten landwirtschaftlichen Betrieben, wie Gezeitenmühlen, Fischgräben und Salzgärten, die durch ein System an Deichen geschützt wurden und die Landschaft geprägt haben. Schließlich hat im 19. Jahrhundert die Austernzucht das Land in Besitz genommen, das bis dahin der Salzlieferant  Frankreichs und eines Teils Europas war. 

Mit der Nase im Wind lassen sich ausgedehnte Spaziergänge zu Fuß oder mit dem Rad durch diese charmante Feuchtzone machen, wo im Frühjahr Orchideen, Senf, Schlehen und Tamarisken blühen. Das Marschland der Seudre, nur wenige Kilometer von den stark frequentierten Badestationen der Girondemündung entfernt, bildet dazu einen Hafen der Ruhe und Schönheit (Patricia Piel).

Die Poitou-Marsch (Marais Poitevin)

Mit einer Fläche von 15 000 ha bildet der feuchte Teil der Marsch ein wahres Labyrinth aus Kanälen - grüne Schattierungen zwischen den Departements Charente-Maritime, Deux-Sèvres und Vendée.

Das Label « Grand Site de France » (Große Stätten Frankreichs) wurde an den « Parc interrégional du Marais Poitevin » vergeben. Die Naturstätte ist die 7. Stätte in Frankreich, die das Label erhalten hat.

Mit einem Kanalnetz von 4000 km besteht der feuchte Teil der Marsch, besser als das Grüne Venedig bekannt, aus vielen großen und kleinen Kanälen. Bei einem Spaziergang empfängt Sie die Natur mit Wasserflächen, die von Eschen, Weiden und Ulmen umgrenzt werden. Hier ist Grün die dominante Farbe und man versteht besser, warum die Marsch nach der Camargue die zweitgrößte sumpfige Region Frankreichs ist.

Mit dem Boot lässt sich die Marsch am besten erkunden, vielleicht sogar mit einem Kanuführer, der Ihnen Geschichte und Geschichten rund um die Marsch erzählen wird und wenn Sie Glück haben zeigt er Ihnen das Geheimnis des Wasserfeuers. Dafür rührt er mit seinem Paddel im morastigen Untergrund und holt so das dort eingeschlossene Gas an die Oberfläche, um es mit einem Feuerzeug zu entzünden.

Die meisten Dörfer im Marais besitzen Lande- und Anlegestellen. In der Charente-Maritime gibt es eine Anlegestelle mit Bootsverleih in Grève-sur-le Mignon oder die Anlegestelle von Marais Bazoin in La Ronde. (CMT)

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